Unsere Fahrzeuge

2015

Der Löschzug Niederaußem besitzt 4 Fahrzeuge. Diese Fahrzeuge sind für verschiedene Einsatzsituationen im Bereich Brandschutz, Technische Hilfeleistung und Umweltschutz ausgestattet.

Die personelle Besetzung der Fahrzeuge ist unterschiedlich. Es gibt Trupp-, Staffel-, und Löschgruppenfahrzeuge. Ein Trupp setzt sich aus einem Truppführer und Truppmann zusammen, sowie den Maschinisten (Fahrer). Eine Staffel besteht aus sechs Einsätzkräften. Einem Staffelführer, einen Maschinisten und zwei Trupps. Eine Löschgruppe setzt sich aus einem Gruppenführer, einem Maschinisten, einem Melder und aus drei Trupps zusammen.

LF 24 - BHM5/HLF20

Das Löschgruppenfahrzeug LF 24 ist das Erstangriffsfahrzeug des LZ Niederaußem. Dieses Fahrzeug ist als Ersatz für ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 und Rüstwagen RW 2 gekommen. Im Zuge der Neuordnung der Funkrufnamen wurde das Fahrzeug zwischenzeitlich in ein HLF 20 umbenannt. Das LF 24 kann eine Löschgruppe als eine Besatzung aufnehmen und ist für die Brandbekämpfung und für die Technische Hilfe größeren Umfanges ausgelegt.

Der Löschwassertank hat einen Inhalt von 1600 Liter Wasser sowie einen Schaummitteltank von 200 Liter. Um das Wasser schnell abgeben zu können ist eine Schnellangriffsleitung mit 50m formstabiler Schlauch vorhanden oder es kann über den Schnellangriffsverteiler abgegeben werden. Zudem besteht die Möglichkeit direkt einen Schaumangriff über die Automatisch Schaummittelzumischung vorzutragen.

Um das Löschmittel von der Wasserentnahmestelle fördern zu können, stehen auf dem LF 24 insgesamt 280m B- Schlauch und 240m C- Schlauch zu Verfügung. Die Feuerlöschkreiselpumpe hat eine Leistung von 2400 Liter pro Min. bei 8 bar Ausgangsdrucks.
Für die Technische Hilfeleistung ist noch eine HPC- Trommelseilwinde eingebaut. Mit einer Zugkraft von 50 kN bei einer Seillänge von 50 Meter.

Während der Alarmfahrt zur Einsatzstelle kann sich der Angriffstrupp ( AT ) mit Atemschutzgeräten ausrüsten. Hierzu sind zwei Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum eingebaut. Durch das frühzeitige Ausrüsten auf der Anfahrt kann der AT nach dem Eintreffen, gerade als erster Trupp direkt vor Ort zur Menschenrettung bzw. Brandbekämpfung eingesetzt werden.

Da das LF 24 unser Erstangriffsfahrzeug ist, ist nicht nur Material für die Brandbekämpfung vorhanden sondern auch für die Technisch Hilfeleistung größeren Umfang vorhanden. Das heißt im Einzeln wie z.B. das Material wie es bei Verkehrsunfällen gebraucht wird. Das zum Befreien von eingeklemmten Personen nach einem Verkehrsunfall zählen Elementar die hydraulischen Rettungsgeräte. Hierzu zählt die Rettungsschere, der Spreizer, die Rettungszylinder und der Pedalschneider. Ebenso ist noch eine Rettungsplattform für LKW – Unfälle vorhanden.

Bevor jedoch diese Geräte zur Befreiung von eingeklemmten Personen zum Einsatz kommen, muss das verunfallte Fahrzeug mit den mitgeführten Stufenkeile oder Kanthölzer stabilisiert werden.

Die Scheiben werden im Rahmen des Glasmanagements mit Glas-Master oder je nach Scheibentyp, mit einer Luftsäge entfernt. Mit einem Federkörner werden die Seitenscheiben entfernt. Zur Ausleuchtung von Einsatzstellen steht ein ausfahrbarer Lichtmast mit einer Lichtpunkthöhe von 8m zur Verfügung, sowie ein Stative mit zwei Flutlichtstrahlern je 1500 W. Für alle elektrischen Betriebsmittel steht ein mitgeführter Stromerzeuger ( 13 kVA ) bereit. Des weiteren stehen noch div. Lufthebekissen, ein Plasmaschneider, ein Greifzug mit Zubehör wie z.B. Drahtseiltrommel, Erdanker, Bandschlingen, Rollen und Anschlagmaterial bereit.

Es währe zu mühselig um alle Teile aufzuzählen denn es sind weit über 500 Teile auf dem Fahrzeug verlastet.

Eines der wichtigsten Rettungsgeräte bei der Feuerwehr sind die tragbaren Leitern. Sie stellen in den meisten Fällen den sogenannten zweiten Rettungsweg dar. Dieser kommt immer dann zum Tragen wenn der bauliche erste Rettungsweg wie z.B. der Treppenraum eines Gebäudes durch Rauch bzw. Feuer unpassierbar geworden ist. In diesen Fällen werden die betroffenen Personen über tragbare Leitern bzw. Drehleiter ( Standort Löschzug Bergheim ) ins Freie gebracht.

Das LF 24 führt für diese Zwecke eine dreiteilige Schiebleiter und eine vierteilige Steckleiter auf dem Dach mit. Die dreiteilige Schiebleiter kann bis zur einer Rettungshöhe bis 12 m eingesetzt werden, dieses entspricht etwa dem 3.Obergeschoss. Die vierteilige Steckleiter besitzt eine Rettungshöhe von 7 m, was etwa dem 2.Obergeschoss eines Gebäude entspricht. Als letzter Rettungsweg zur Menschenrettung aus brennenden Gebäuden oder zur Sicherung absturzgefährdeter Personen wird zudem noch ein Sprungpolster auf dem Fahrzeug mitgeführt.
Sprungpolster kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Drehleiter oder tragbare Leitern aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht eingesetzt werden können. Es ermöglicht Sprunghöhen bis zu 16 m, was etwa des vierten bis fünften Obergeschosses eines Gebäudes entspricht.
Dieser Auszug der Ausstattung des LF 24 soll ansatzweise zeigen, wie vielseitig dieses Fahrzeug einsetzbar ist.

LF 8/6 - BHM5/LF10

Das Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 ist das zweite Löschgruppenfahrzeug des LZ Niederaußem. Dieses Fahrzeug ist als Ersatz für ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 gekommen. Auch in diesem Fall wurde die Fahrzeugbezeichnung nach der Neuregelung der Funkrufnamen in LF 10 umbenannt. Das LF 8/6 kann eine Löschgruppe als eine Besatzung aufnehmen. Das LF 8/6 ist für die Brandbekämpfung und für die Technische Hilfe kleinen Umfanges ausgelegt.

Der Löschwassertank hat einen Inhalt von 600 Liter Wasser sowie 60 Liter Schaummittel in Kanistern an Bord. Um das Wasser schnell abgeben zu können ist eine Schnellangriffsleitung mit 50m formstabiler Schlauch vorhanden oder es kann über den Schnellangriffsverteiler abgegeben werden.

Um das Löschmittel von der Wasserentnahmestelle fördern zu können, stehen auf dem LF 8/6 insgesamt 240 m B- Schlauch und 150 m C- Schlauch zu Verfügung. Die Feuerlöschkreiselpumpe hat eine Leistung von 800 Liter pro Min. bei 8 bar Ausgangsdrucks.
Während der Alarmfahrt zur Einsatzstelle kann sich der Angriffstrupp ( AT ) mit Atemschutzgeräten ausrüsten. Hierzu sind zwei Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum eingebaut. Durch das frühzeitige Ausrüsten auf der Anfahrt kann der AT nach dem Eintreffen, gerade als erster Trupp direkt vor Ort zur Menschenrettung bzw. Brandbekämpfung eingesetzt werden.

Auf dem LF 8/6 ist nicht nur Material für die Brandbekämpfung vorhanden sondern auch für die Technisch Hilfeleistung kleinen Umfangs vorhanden.

Zur Ausleuchtung von Einsatzstellen steht ein Stativ mit zwei Flutlichtstrahlern je 1500 W bereit. Für alle elektrischen Betriebsmittel steht ein mitgeführter Stromerzeuger ( 13 kVA ) bereit. Des weiteren stehen noch div. Lufthebekissen, zwei Tauchpumpen, ein Greifzug mit Zubehör wie z.B. Drahtseiltrommel, Bandschlingen, Rollen und Anschlagmaterial bereit.

Außerdem befindet sich auf dem Dach eine vierteilige Steckleiter. Ferner gibt es noch eine Vielzahl von Geräten. Das LF 8/6 ist auch das Unterstützungsfahrzeug für unser LF24, deshalb sind auf dem Fahrzeug noch Kanthölzer und div. Unterbaumaterial verlastet.

Das LF 8/6 führt eine vierteilige Steckleiter auf dem Dach mit. Mit dem LF 8/6 gehören wir zum Behandlungsplatz Rhein-Erft , das heißt, daß bei einem Schadensereignis mit bis zu 50 verletzten Personen dieser Behandlungsplatz alarmiert wird. Dieser Behandlungsplatz Rhein-Erft setzt sich aus div. Kräfte des Rhein-Erftkreises zusammen. Diese Einheiten können nicht nur im Rhein-Erftkreis eingesetzt werden, sondern auch überregional, wie 2006 bei der Fußball Weltmeisterschaft wurden wir in Gelsenkirchen eingesetzt.

TLF 16/24 Tr - BHM5/TLF3000

Das Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 Tr rückt je nach Meldung aus. Auch in diesem Fall wurde Funkrufname während der Neuregelung in TLF 3000 umbenannt. Das TLF 16/24 Tr kann ein Löschtrupp als eine Besatzung aufnehmen und ist für die Brandbekämpfung ausgelegt.

Der Löschwassertank hat einen Inhalt von 2400 Liter Wasser sowie 60 Liter Schaummittel in Kanistern an Bord. Um das Wasser schnell abgeben zu können ist eine Schnellangriffsleitung mit 30m formstabiler Schlauch vorhanden. Aber auch ein Wasserwerfer ist auf dem Dach vorhanden, womit man Wasser und Schaum auswerfen kann.

Um das Löschmittel von der Wasserentnahmestelle fördern zu können, stehen auf dem TLF insgesamt 80 m B- Schlauch und 225 m C- Schlauch zu Verfügung. Die Feuerlöschkreiselpumpe hat eine Leistung von 1600 Liter pro Min. bei 8 bar Ausgangsdrucks.

Durch den großen Löschwasservorrat eignet sich das Fahrzeug für verschiedene einsatztaktische Aufgaben im Bereich der Brandbekämpfung. Hierzu gehören z.B. die Überbrückung der Zeit bis zur Fertigstellung der Wasserversorgung über das Hydrantennetz. Bei Einsatzstellen, an denen keine bzw. nur eine sehr aufwendige Wasserversorgung hergestellt werden kann, besteht die Möglichkeit einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen herzustellen. Aber auch bei Ausfall der Trinkwasserversorgung kann man mit dem Tanklöschfahrzeug die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen. Da dieses Fahrzeug überwiegend im Bereich der Brandbekämpfung eingesetzt wird, ist die feuerwehrtechnische Beladung danach ausgerichtet.

Zur Ausleuchtung von Einsatzstellen steht ein Stativ mit zwei Flutlichtstrahlern je 1500 W zuverfügung. Für alle elektrischen Betriebsmittel steht ein mitgeführter Stromerzeuger ( 5 kVA ) bereit.

Mit dem TLF 16/24 Tr steht dem Trupp zwei Atemschutzgeräte zur Verfügung. Außerdem befindet sich auf dem Dach eine vierteilige Steckleiter. Ferner gibt es noch eine Vielzahl von Geräten auf dem Fahrzeug wie z.B. Schuttmulden, Motorsäge inklusive Schutzausrüstung, eine Tauchpumpe, drei Hydroschilde, ein Schleifkorb usw.

Mit unserem TLF 16/24 Tr gehören wir der Waldbrandeinheit des Rhein-Erftkreises an. Diese Einheiten können nicht nur im Rhein-Erftkreis eingesetzt werden, sondern auch überregional.

KDOW - BHM5/KDOW

Der Kommandowagen ist ein Führungsmittel der Einsatzleitung. Das Fahrzeug eignet sich zum Führen von überschaubaren Einsätzen. Bei größeren Einsatzlagen wird auf den Einsatzleitcontainer des Rhein-Erft-Kreises zurück gegriffen wie z.B. beim Brand im Kraftwerk Niederaußem 2006 und der KDOW wird dann für die Abschnittsleitung genutzt.

Bei einem Einsatz des Löschzuges dient der KDOW dem Einsatzleiter als mobile Einsatzleitung.

Die funktechnische Ausstattung beinhaltet ein Funkgerät im 4m-Band sowie ein 2m-Band Handsprechfunkgeräte. Die Funktechnik im Fahrzeug ist schon heute für den späteren Digitalfunk vorbereitet. Als 2m Band bzw. 4m Band bezeichnet man einen bestimmten Frequenzbereich, in dem die Kommunikation stattfindet. Dieser Bereich ist nicht öffentlich und kann nur von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ( BOS ) genutzt werden.

Die Kommunikation zwischen der Kreisleitstelle und anderen Fahrzeugen sowie Einheiten findet im 4m Band statt. Die Kommunikation an der Einsatzstelle vor Ort im 2m Band. Außerdem ist der KDOW noch mit einem Laptop ausgestattet, um an der Einsatzstelle eine Dokumentation durch zuführen, oder um Informationen im Internet in den verschiedenen Gefahrgutdatenbanken zu erhalten.

Die Ausrüstung wird durch div. Kartenmaterial, Nachschlagewerke, Alarmpläne, Einsatzpläne sowie Absicherungsmaterial in Form von Blitzleuchten und Leitkegeln und Kleinmaterial ergänzt.


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